Die Peute

Die Peute wurde in den 1870er Jahren mit dem Elbdurchstich vom gegenüberliegenden Kaltehofe im Stadteil Rothenburgsort abgetrennt und so zur Insel an der Norderelbe. In der Mitte von  Hamburg gelegen, ist die Peute eines der ältesten Industriegebiete der Hansestadt. Seit den Zwanziger Jahren entstanden hier eine Druckerei, Kaffeerösterei und eine Waschmittel-Fabrik der gemeinwirtschaftlichen Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine. Die imposanten Backsteingebäude der GEG existieren heute noch. Sie befinden sich unter Denkmalschutz und werden unter anderem für kreative Nutzer hergerichtet.

1884 wurde von Wilhelm Neumann andernorts die gleichnamige Werft gegründet, die 1919 bis 1965 am Peuter Elbdeich, dem heutigen Standort der Peute eins, als Schiffswerft und Holzsägerei angesiedelt war. Hier wurden Binnenschiffe und Schuten (offene Kähne) bis tausend Tonnen Tragfähigkeit gebaut und repariert.

Der Peutehafen im Schutz der Landzunge bietet bis heute zahlreiche Schuten-Liegeplätze.

Später war hier die Firma Seacat Schmeding mit der Fertigung von Ankerketten beschäftigt. 2014 wurde die Peute eins am Ende der Halbinsel zwischen Norderelbe und Peutehafen, nach beharrlicher Suche der beiden Riva Restauratoren Jürgen Renken und seines Kollegen Alexander Mühle nach einem neuen, wasser- und hafennahen Standort für den Betrieb entdeckt. Renken restauriert seit 1999 in Hamburger Stadtteil Bahrenfeld Riva Boote.

P1 Original Sägewerk

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